Online-Meldung

Deutsch-Französische Wasserstoff-Allianz

Deutsch-Französische Energieplattform unterstützt die Realisierung einer solchen Allianz

Deutschland und Frankreich arbeiten an einer gemeinsamen Wasserstoff-Allianz. Beim gestrigen Deutsch-Französischen Technologiedialog (DFTD) stand dieses Thema im Fokus. Die Deutsche (dena) und die Französische Agentur für die Energiewende (ADEME) arbeiten im Rahmen ihrer Deutsch-Französischen Energieplattform seit 2019 an Projekten zur Strukturierung der Wasserstoffsektoren auf beiden Seiten des Rheins entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Plattform will die Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Akteuren zur Schaffung eines europäischen Wasserstoffmarktes befördern und wird sich nun darauf fokussieren, im Rahmen der Wasserstoffallianz gemeinsame Projekte voranzubringen.

Beide Länder haben ambitionierte nationale Wasserstoffstrategien vorgelegt, deren Umsetzung jeweils von dena und ADEME unterstützt wird. So hat Frankreich Anfang September verkündet, 7,2 Milliarden Euro für Wasserstoff bis zum Jahr 2030 bereitzustellen. Allein 1,5 Milliarden Euro werden für Projekte von gemeinsamen europäischen Interesse (IPCEI) bereitgestellt. Ziel dieses Plans ist es, Frankreich gemeinsam mit Deutschland als treibende Kraft für Wasserstoff in Europa zu positionieren.

Damit in den beiden Ländern eine Industrie für dekarbonisierten Wasserstoff mit internationaler Reichweite aufgebaut werden kann, werden alle verfügbaren Kräfte benötigt. Mit der Bündelung der Ressourcen sowie der Nutzung der Synergien entlang der Wertschöpfungskette wollen die Regierungen der Wasserstoffnutzung und dem Aufbau der Infrastruktur starken Vorschub leisten, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Wasserstoff ist einer der vorrangigen Bereiche, die im Rahmen des Green Deal entwickelt werden sollen.

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, kommentiert: „Um Wasserstoff als tragende Säule in der klimafreundlichen Energieversorgung zu etablieren, müssen umfassende Kapazitäten in Europa aufgebaut werden. Es ist ein starkes Signal, dass Deutschland und Frankreich hier gemeinsam vorangehen wollen. In beiden Ländern arbeiten zahlreiche Unternehmen und Regionen bereits an entsprechenden Technologien und Projekten. Gemeinsam mit ADEME wollen wir diese Dynamik nutzen, um so auch in der konkreten Realisierung von gemeinsamen Projekten etwa in der Grenzregion zu unterstützen.“

Arnaud Leroy, ADEME-Präsident, ergänzt: „Aus erneuerbaren Energien hergestellt, ist Wasserstoff ein unbestreitbarer Gewinn für die Energiewende. Durch die Bündelung der Expertise unserer beiden Agenturen werden wir an der Entwicklung einer strukturierenden Zusammenarbeit zur Unterstützung der deutsch-französischen Ambitionen arbeiten, mit dem Ziel, die europäischen Klimaziele zu erreichen.“

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